Liebe Eltern,

in dieser für uns alle herausfordernden Zeit, möchten wir Ihnen und Ihrem Kind einige hilfreiche Tipps für die Gestaltung des (Lern-) Alltages zu Hause übermitteln.

Vom gemeinsamen Frühstück bis zum Gutenachtritual: Kinder brauchen einen Alltag mit festem Rhythmus und klarer Struktur. Nur dann fühlen sie sich sicher und geborgen. Insbesondere in der jetzigen Zeit hilft ein strukturierter Alltag enorm, Kindern ein Gefühl der Sicherheit zu geben und die Herausforderung Home-Office und Bewältigung des Schulstoffes erfolgreich zu meistern.

Immer wieder die gleichen Abläufe, vom Weckerklingeln bis zum Gutenachtkuss: Kein Wunder, dass der Alltag oft das Etikett "grau" verpasst bekommt – insbesondere in der jetzigen Zeit, in der wir alle dazu angehalten sind, das Haus so selten wie möglich zu verlassen. Doch gerade diese täglichen Fixpunkte geben dem Tag ein stabiles Gerüst. Das bietet vor allem Kindern Halt und Vertrauen. Der feste Rahmen zeigt ihnen täglich aufs Neue: Hier bist du geborgen, hier hat alles seinen Platz, hierher kannst du immer zurückkommen, wir schaffen das gemeinsam. Dieser starke Rückhalt vermittelt Sicherheit und ermutigt gleichzeitig, sich auf Neues einzulassen und dazuzulernen. Das macht Kinder selbstständig, selbstbewusst und zufrieden.

 

Anbei einige Tipps, zur Strukturierung des Lernalltages:

  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind eine fixe Zeit, zu der jeden Morgen aufgestanden wird.
  • Frühstücken Sie mit Ihrem Kind gemeinsam und besprechen Sie, wie Sie den Tag gemeinsam gestalten wollen (Lerneinheit, Freizeit, gemeinsame Spiele, alleinige Beschäftigung des Kindes etc.).
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Lernzeiten: bspw. um 730 Uhr aufstehen und frühstücken; um 830 Uhr Start der ersten Lerneinheit.
  • Strukturieren Sie mit Ihrem Kind gemeinsam den Lernstoff und lassen Sie ihr Kind nur jene Hefte und Bücher auf den Arbeitstisch legen, die es zur Bewältigung des heutigen Tagesplanes auch benötigt.
  • Legen Sie Lerneinheiten fest, die sich an jenen der Unterrichtsstunden orientieren 50 Minuten Einheiten – anschließend 15 Minute Pause mit Bewegungsspielen bzw. kleine gesunde Jause; im Anschluss daran wieder eine 50 Minuten Lerneinheit).
  • Kontrollieren Sie jede gemachte Aufgabe des Kindes unmittelbar, bevor es sich einer neuen Aufgabe zuwendet. So kann sichergestellt werden, dass das was das Kind erarbeitet hat auch richtig ist bzw. gleich verbessert und damit nicht falsch eingeprägt wird.
  • Planen Sie die Lerneinheiten bis 1300 Uhr für Ihr Kind und beenden Sie diese dann mit ihm gemeinsam, in dem Sie mit diesem dann die Hefte, Bücher und Stifte wieder in der Schultasche verräumen.
  • Lernspiele, das gemeinsame Lesen von Büchern etc. können als Auflockerung zwischen den Lerneinheiten aber auch über den Tag verteilt als Beschäftigung und Festigung der Lerninhalte dienen.
  • Versuchen Sie, TV, Tablet etc. nicht vor Beendigung der Lerninhalte zu aktivieren!

Und wenn das Lernen geglückt ist und die Freizeit beginnt, dann gilt es, angesichts der herausfordernden Umstände, kreativ zu werden. Wichtig dabei ist: Versuchen Sie nicht in Panik zu verfallen und nutzen Sie stattdessen die Chance, die Zeit mit den Kindern etwas zu entschleunigen und Dinge zu machen, die Sie schon lange nicht mehr gemacht haben oder für die sonst oft im hektischen Alltag zu wenig Zeit bleibt.

 

Anbei eine Ideensammlung an Spielen und Beschäftigungen:

  • Begriffe raten (beispielsweise Tiere erraten: es beginnt mit B, lebt auf der Erde und ist braun: der Bär)
  • Begriffe finden (beispielsweise sagt Person A den Begriff Ameise, Person B muss Ameise und einen Begriff mit B nennen, dann müssen die Begriffe A und B genannt und ein Begriff mit C gefunden werden usw.)
  • in der Wohnung verstecken spielen
  • Spiel "Topfklopfen"
  • Spiel "Schokoladenessen"
  • Spiel „ich sehe etwas, was du nicht siehst“
  • Spiel „blinde Kuh“
  • Massagespiele „ich backe eine Pizza auf deinem Rücken“ oder „ich backe einen Kuchen auf deinem Rücken
  • Zaubertricks lernen und eine Vorstellung für die Familie planen
  • Salzteigfiguren backen und anmalen
  • Turnübungen zu Musik
  • Playmobil spielen
  • Lego bauen
  • Gesellschaftsspiele spielen
  • Lesen und Vorlesen, sich Vorlesen lassen
  • Hörspiele anhören
  • Singen
  • ein Instrument spielen oder üben
  • Puzzles machen
  • ferngesteuertes Auto fahren lassen
  • Zirkusvorstellung für die Eltern einstudieren
  • Zaubershow für die Eltern vorbereiten
  • Malen oder Ausmalbilder anmalen
  • Basteln
  • Kuchen backen
  • Kochrezepte ausprobieren
  • Mama oder Papa im Haushalt und beim Kochen helfen
  • Tanzen
  • eine Höhle bauen
  • Aufräumen und gemeinsam dein Zimmer ausmisten
  • in der Badewanne baden
  • Rätsel lösen
  • Rätsel erfinden, Labyrinthe malen
  • Kariertes Papier (Muster Kästchen anmalen)
  • Geschichten erzählen oder schreiben
  • Fotos anschauen
  • Fotos machen
  • auf dem Dachboden oder im Keller ausmisten und stöbern

 

Für all jene, die Kinder im Kindergarten- bzw. Volksschulalter zu Hause haben, anbei Links, die kindgerecht das Thema „Corona Virus“ erklären. Denn nur Aufklärung schützt und hilft Kindern zu verstehen, warum derzeit alles ein wenig anders abläuft, als sie es bisher gewohnt waren.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute! Bleiben Sie gesund und wir freuen uns darauf, Sie nach Bewältigung der Krise, wieder persönlich in unseren Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen!

Ihr if Team