Sozialraum 1 Konferenz 2018

Die vierte Sozialraum 1 Konferenz am 13.11.2018 stand ganz im Zeichen der „Resilienz“. Unter dem Motto „eigene Kraft stärken – eigene Kraft entwickeln – eigene Kraft nutzen – eigene Kraft austauschen“, fanden sich 109 Personen im Museum für Geschichte in Graz ein, um dem Resilienz-Begriff auf die Spur zu gehen. Eröffnet wurde die Veranstaltung im wunderbaren Prunkraum des Museums für Geschichte von Gerald Friedrich, dem Leiter des Jugendamts Graz Nordost und wir konnten uns über Grußworte der Leiterin des Museums, Bettina Habsburg-Lothringen und dem Stadtrat für Jugend und Familie, Kurt Hohensinner freuen. Durch die Veranstaltung geführt wurden wir von Stefan Pawlata, der die Konferenz neben der Moderation mit „Geschichten zur Resilienz“ stimmig abgerundet hat.
Der diesjährige Impulsvortrag zum Thema „Resilienz: flexibel & standhaft“, wurde von Sabine Bergner, die am Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship an der Karl-Franzens-Universität Graz tätig ist, gehalten. Sabine Bergner hat dem Auditorium das breite Thema der Resilienz aus wissenschaftlicher und persönlicher Sicht mit erfrischenden und wunderbaren Beispielen nähergebracht. Mit dem Zitat von Albert Camus „Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt“, gelang ein schöner Einstieg in das Thema und Sabine Bergner lud die Gäste ein, in sich zu horchen und die eigene Resilienz-Fähigkeit an lebensnahen Beispielen zu reflektieren.
„Die Kraft der Gruppen zu nutzen“ stand am weiteren Konferenzprogramm und die KollegInnen der vier Arbeitsgruppen boten einen kreativen und breitgefächerten Zugang zum Thema Resilienz in den Schaudepots des Museums. Gudrun Calina begleitete eine Arbeitsgruppe zum Thema Marte Meo, Anna Nussbaumer bot den Gästen einen Rahmen um das Mentoring anhand von Gruppenübungen erfahrbar zu machen, das Team des Schlupfhauses Graz sensibilisierte zum Thema „Resilienz der Jugend“ und das Team der AG SR1 bot einen Rahmen der Vernetzung, des Austausches und der Selbstreflexion.  Am Ende der Veranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit, eine Botschaft zu hinterlassen. Eine Botschaft die aufzeigt, was Resilienz für den Einzelnen bedeuten kann. Was gibt es Schöneres, als diese positiven Gedanken zu teilen! Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und helfenden Hände, die unsere Sozialraum 1 Konferenz zu dem gemacht haben, was sie ist!

Botschaften der TeilnehmerInnen der Sozialraum 1 Konferenz

Resilienz ist für mich…

Einfühlungsvermögen - Innere Stärke - „Trotzdem“ lachen

Erfahrungen nicht zu werten, sondern jede Situation ohne Vorbelastung anzunehmen

Mut & Geduld - Widerstandsfähigkeit

Die Möglichkeit mit Herausforderungen, die das Leben an mich stellt umzugehen und an ihnen zu wachsen

Den Mut zu behalten - Neues auszuprobieren und Kritisches auszuhalten

Positive Sozialkontakte - Perspektivenwechsel

Das Gefühl, mindestens einen Menschen erlebt zu haben, dem man wichtig war

Auf die innere Stimme zu vertrauen

Der Gedanke an den warmen Sommer im tiefsten Winter

Wie ein Regenschirm bei schlechtem Wetter

Die Fähigkeit, aus blöden Sachen doch noch was Positives rauszuholen

Hinter vielen Wolken die Sonne zu sehen

Vertrauen, dass es weiter geht

„Geteiltes Leid ist halbes Leid“ – sich mitteilen

Herausforderungen sind Lerngeschenke – mal mehr erwünscht, mal weniger

Stärke, positive Beziehungen, Selbstwert, Glaube an sich selbst & an das Gute

Selbstzufriedenheit – Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten

Pipi Langstrumpf – Musik - Durchtauchen

Widerstandskraft - Gute Freundschaft - Optimismus

Am Ende ist alles gut, wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende

Gute Beziehungsfähigkeiten in der Vergangenheit

Mut zum „schwach sein“ - Innehaben positiver Introjekte

SOZIALRAUM 1 FRÜHSTÜCK AM 19.09.2018

"Anzeige, und jetzt?... Kinder und Jugendliche im Prozess" lautete der Titel des fachlichen Inputs des Teams der psychosozialen und juristischen Prozessbegleitung, Rettet das Kind Steiermark.
Ein spannender und interessanter Auftakt zum Schulbeginn für das Sozialraum 1 Frühstück am 19.09.2018. 
Frau Petra Birchbauer & Frau Eva-Maria Liebl, deren Zuständigkeitsbereich in Graz und Graz Umgebung liegen, gaben mit ihrem Beitrag einen gelungenen und interessanten Überblick zur psychosozialen und juristischen Prozessbegleitung.

"Prozessbegleitung umfasst die psychosoziale Betreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt betroffen sind und in einem strafrechtlichen Verfahren, Aussagen bei der Polizei und Gericht machen müssen. Im Rahmen der juristischen Prozessbegleitung werden von Rettet das Kind Steiermark erfahrene Anwältinnen gestellt, die als juristische ProzessbegleiterInnen die rechtliche Beratung vor dem Gerichtsverfahren und die rechtliche Vertretung im Strafverfahren sicherstellen. Die psychosoziale Prozessbegleitung bietet Unterstützung vor bzw. bei der Anzeige, sowie beim Gerichtsverfahren. All diese Angebote sind kostenlos und werden vom Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz finanziert" 
(siehe Informationsblatt zur psychosozialen und juristischen Prozessbegleitung).

Wir danken Frau Birchbauer & Frau Liebl für den spannenden Input und den Quellenverweis für interessierte Personen:

www.rettet-das-kind-stmk.at
www.justiv.gv.at

www.pb-fachstelle.at

ERSTES SOZIALRAUM 1 FRÜHSTÜCK 2018

Das Sozialraum1Frühstück hat seit dem 22.05.2013 im Sozialraum 1 Tradition und findet in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Graz Nord-Ost statt. Seit 2013 hat sich das SR1Frühstück als Schauplatz gelingender Vernetzung, spannender Inputs, fachspezifischer Referate und Gruppenarbeiten etabliert.

Den Auftakt des SR1Frühstücks für das Frühjahr 2018 gab am 11.April Frau Sandra Jensen, Bereichsleitung von ISOP Schulsozialarbeit mit einem inhaltlichen Input zu ihrer Arbeit. Neben der Fragestellung „was ist Schulsozialarbeit?“ wurde von Frau Jensen auf die Grundsätze der Schulsozialarbeit verwiesen: Die System- und Beziehungsorientierung steht neben der Niederschwelligkeit und Erreichbarkeit, sowie der Ressourcenorientierung und der neutralen Haltung der SchulsozialarbeiterInnen im Mittelpunkt.

Nähere Informationen zur Schulsozialarbeit werden am aktuellen BLOG von ISOP Schulsozialarbeit transparent gemacht:
http://www.isop-schulsozialarbeit.at/2018/04/und-was-genau-macht-ihr-da-bei-schulsozialarbeit-eigentlich/

Wir danken Frau Jensen für den bereichernden und spannenden Austausch!

Sozialraum 1 Frühstück

Am 29.11.2017 fand das 10. Sozialraumfrühstück im Sozialraumzentrum Graz-Nordost statt.

Wir danken Frau Ursula Molitschnig, Landesleiterin Rainbows Stmk für den inspirierenden und bewegenden Impulsvortrag! Der interaktive Beitrag hat die BesucherInnen des Sozialraumfrühstücks begeistert und es war genügend Raum und Zeit, um Fragen zur Trauerbewältigung bei Kindern und Jugendlichen zu diskutieren.

SR1 KONFERENZ 2017

Sozialraumkonferenzen werden in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Graz-Nordost veranstaltet und haben sich als wertvolle Plattform für Wissenstransfer und Vernetzung etabliert. So fand die 3. Sozialraum 1 Konferenz am 18.10.2017 am Campus 02 unter dem Motto „Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“ statt. Dieses Sprichwort stellte sich als passender Slogan für das gelungene Miteinander der diesjährigen Konferenz heraus, denn: neben der regen Teilnahme von Vereinen, Institutionen und im Sozialraum 1 wirksamen NetzwerpartnerInnen, war in diesem Jahr erstmalig die Bezirkspolitik vollzählig anwesend und mitwirkend.

Eröffnet wurde die Konferenz durch Stadtrat Kurt Hohensinner, Rektorin Kristina Edlinger-Ploder und der Leitung des Jugendamtes Graz Nordost, Gerald Friedrich. Der darauffolgende Impulsvortrag des Sozialwissenschaftlers der Universität Duisburg- Essen, Prof. Dr. Wolfgang Hinte, fand bei den BesucherInnen besonders großen Anklang. Die Wirksamkeit der Sozialraumorientierung wurde von ihm anhand lebensnaher Beispiele humorvoll und ergreifend geschildert. Unter der Moderation von Gerhard Maier (Primawera Veränderungsmanagement), wurde ein positives Miteinander zwischen BezirksvorsteherInnen und Bezirksvorsteher-StellvertreterInnen der Bezirke Andritz, Geidorf, Mariatrost, Innere Stadt, Waltendorf, St.Leonhard und Ries und den TeilnehmerInnen deutlich spürbar.