Belastende Ereignisse

Ein Unfall, ein Einbruch in der Umgebung, Krankheit oder ein Todesfall in der Familie, Bedrohung oder Gewalt können für Kinder Ereignisse darstellen, die sie (noch) nicht verarbeiten können. In Alpträumen, Ängsten oder plötzliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen Kinder ihre Verwirrung. Es kann Wochen dauern, bis sie das Erlebte verarbeitet haben und damit umgehen können.

Ein offenes Gespräch kann den Kindern helfen, ein belastendes Ereignis einzuordnen. Nach einem schlimmen Erlebnis braucht ein Kind Sicherheit und Unterstützung. Es sollte mit seinen Gefühlen nicht alleine gelassen werden. Dabei werden Ressourcen aktiviert, um das Erlebte zu verstehen und einzuordnen. Danach fällt die Anspannung ab und Lebensfreude und Ausgeglichenheit kehren zurück.

Was wir tun können

Eltern sind oft mit ihren eigenen Gefühlen stark belastet und reagieren verständlicherweise emotional auf das Vorgefallene. Das verunsichert Kinder noch mehr. Ein Gespräch mit einer Psychologin,  einem Psychologen, einer Therapeutin oder einem Therapeuten kann rasch Entlastung bringen. Dabei werden Ressourcen aktiviert, um das Erlebte zu verstehen und einzuordnen. Mittels unterschiedlicher Methoden kann das Erfahrene bearbeitet und integriert werden. Danach fällt die Anspannung ab, Lebensfreude und Ausgeglichenheit kehren zurück. 

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Gespräch mit einer Fachperson hilfreich sein könnte. Viele unserer Angebote sind kostenlos oder mit einem geringen Kostenbeitrag verbunden. Bitte wenden Sie sich an unsere nächst gelegene Beratungsstelle. 

Was Sie selbst tun können

Es ist ganz normal, dass Kinder bis zu vier Wochen nach einem belastenden Erlebnis Verhaltensauffälligkeiten zeigen oder unter Ängsten und Alpträumen leiden. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Gefühle und sein Verhalten verstehen und dass viele Menschen in dieser Art und Weise reagieren. 

  • Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit, lassen Sie es nicht allein.
  • Gehen Sie spazieren, aber vermeiden Sie extreme Anstrengung.
  • Basteln Sie oder spielen Sie gemeinsam etwas: Hand/Auge- Koordination hilft sich zu beruhigen.
  • Behalten Sie das Geschehene im Gedächtnis: Manche Auffälligkeiten treten erst Monate später auf.